Sonntag, 27. Februar 2011

Eine Sache der Einheit

Das Gefühl der Einheit mit allen Menschen, die mich umgeben, denen ich tagüber begegne und an die ich denke, hat sich im Laufe von Jahren schrittweise immmer mehr in mir entwickelt.
Neulich erweiterte sich diese Erfahrung plötzlich.
Auch ohne das ich Aufmerksamkeit auf einen Menschen legte, stellte sich dieses Gefühl ein, dass ich mit allen Menschen verbunden bin.
Ich spürte die Intentionen aller Menschen gleichzeitig.
Dieses riesige Gefühl kam wie in einer Wellenbewegung über mich, es durchdrang meine gesamte Wahrnehmung und ist seit der Zeit Teil meines Seins.
Im Kopf nahm ich gleichzeitig eine sanfte Energie wahr, die mein gesamtes Gehirn wie ein Rieseln durchströmte, und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass meine ganzes Gehirn gleichzeitig aktiv ist. Alle Nervenzellen wurden ein wenig aktiv, um diese Erfahrung zu ermöglichen.
Es fühlte sich wie ein neuer Bewusstseinszustand an.
Solche transformierenden Erfahrungen scheinen mir die wahren Ursachen für Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Altruismus zu sein. Man kann dann einfach nicht anders ;-)

Samstag, 26. Februar 2011

Die Unendlichkeit findet sich selbst

Nachdem ich bisher die Unendlichkeit als eine Sache mit zwei Seiten wahrgenommen hatte, einer unendlich stillen und einer unendlich aktiven, schloss sich in meiner Wahrnehmung dieser Gegensatz zu einem Kreis, zu einer Kugel. Die Unendlichkeit der Stille fing an die Unendlichkeit der Bewegung zu berühren und mit ihr zu verschmelzen. So entstand in mir das Gefühl, die Wahrnehmung, dass es diesen Gegensatz von Ruhe und Aktivität gar nicht gibt.
Alles ist einfach nur Unendlichkeit. . .
Ok. . .

Montag, 14. Februar 2011

StillSitzen

Wenn ich still sitze, verschwinden zuerst die Gedanken, dann beruhigen sich die Gefühle, dann all die kleinen und großen Sensationen im Körper. Übrig bleibt ein freier Raum, unendlich weit, vollkommen still, durchdrungen von allem was ist, und Ich bin das.
Wenn ich aktiv bin, taucht alles wieder auf, die Empfindungen des Körpers, die Gefühle, die Gedanken, aber der Raum, der ich bin, verschwindet nicht.

Sonntag, 6. Februar 2011

Erleuchtung und das Über-Ich

Neulich wachte ich auf, und merkte wie mein Über-Ich sich auflöste. Ich sah, wie in einem Film, all die Menschen, die wichtig in meinem Leben waren und die mit ihnen verbundenen Werte, die ich von ihnen übernommen hatte. Ich sah, wie mein Über-Ich mein Leben lang wie ein Filter gewirkt hatte in mir. Alle Entscheidungen, die ich zu treffen hatte, mussten erst diesen moralischen Wertefilter durchlaufen. Je älter ich war, desto umfangreicher war der Filter. Ich sah wie lange es dauerte, bis ich mich entscheiden konnte, weil alles in mir wie in Zeitlupe ablief.
Dann sah ich, wie all die Menschen, die für mich wichtig waren und mich mit ihren Wertvorstellungen geprägt hatten, sich schrittweise auflösten und der Filter immer weiter verschwand. Übrig blieb die Leere, die Unendlichkeit, die große Ruhe.
Das kenne ich ja schon.
Es lebt sich gut so ohne Über-Ich. Leichter, weiter, weniger schwer und belastet.
An der Idee des Ichs hängt wirklich erstaunlich viel Ballast. Ich bin gespannt, was noch alles so kommt.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Die Entscheidung zum Selbst

Ich habe etwas Neues entdeckt, als ich neulich in einer Gruppenmeditation saß.
Menschen, die mit der Ganzheit ihres Selbstes in Berührung kommen, haben ein Zeitfenster von einigen Sekunden, wo sie sich dafür oder dagegen entscheiden können.
Entscheiden sie sich dafür, ändert sich ihr Leben, entscheiden sie sich dagegen, bleibt alles beim Alten.
Es ist ein Zeitspanne, die gefühlt nur einige Sekunden dauert, der Moment der Wahrheit, wo sich entscheidet, ob das Selbst zugelassen wird, oder wieder in der Versenkung verschwindet.
Eine interessante, spannende Beobachtung.
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen diese Erfahrung trauen.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Erleuchtung und Wünsche

Was machen eigentlich meine Wünsche?

Früher hatte ich viele Wünsche, weil ich unzufrieden war und das dringende Bedürfnis nach Veränderung verspürt habe.

Jetzt, im Zustand der Unendlichkeit gibt es keinen Wunsch mehr mit solch einem Antrieb. Unzufriedenheit, Mangel, Gier gibt es nicht mehr als Motivation.
Da ich vom Gefühl her alles bin, gibt es nichts mehr, was ich dieser Ganzheit hinzufügen könnte. Ich bin wunschlos glücklich. Ganz einfach.

Aber es ist anders, als ich es mir früher vorgestelllt hatte. Wünsche, die ich jetzt habe, sind nicht aus Mangel oder Not geboren, weil es das nicht mehr gibt. Vielleicht passt der Begriff Wunsch damit nicht mehr?
ES handelt einfach durch mich. Hat ES Wünsche? Ja, hat es...

Bewusstheit im Wachen und Schlafen

Heute morgen, als ich aufgewacht bin, versuchte ich mir klar zu werden, was eigentlich mein Zustand, meine Verfassung ist, wenn ich wach werde und aufstehe. Was ist anders, wenn ich von diesem Bewusstseinszustand des Schlafens in den des Wachens übergehe?

Die Antwort hat mich selbst überrascht, denn ich habe keinen gefunden.

Alles ist genau so wie im Schlaf.

Ich bin DAS und DAS ist Alles.

Irgendwie passt diese Beschreibung am Besten.

Die Lust am Handeln taucht auf, die Lust über die Sinne wahrzunehmen auch, wird aber nicht als etwas Anderes empfunden, als das, was im Schlaf schon da war an Wahrnehmung. Wachen, Träumen und Schlafen unterscheiden sich nicht mehr. Die Unendlichkeit drückt sich in allem gleich aus.