Sonntag, 3. April 2011

Ohne Gedanken

Früher hatte ich in der Regel Gedanken, wenn ich nach Innen geschaut habe.
Dann kam eine Zeit, da hatte ich immer länger werdende Zustande von Gedankenleere.
Heute ist der Zustand der Gedankenleere immer da - selbst wenn ich Gedanken habe.

Freitag, 1. April 2011

Worte, Kultur und Realität

Wenn ich etwas wahrnehme, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf Etwas oder Jemanden richte, passiert Folgendes:

Ich sehe Nichts und ich sehe Alles. Und das auch gleichzeitig.

Zum Einen merke ich, dass nichts passiert. Nichts ändert sich, Nichts ist anders, NICHTS wird wahrgenommen, weil da eine solche Fülle in dieser Unendlichkeit ist, die ich bin, dass sich daran nichts ändern kann. Das, was ich wahrnehme ist nicht von einer Qualität, dass sich irgendwas ändern könnte, es ist einfach vollkommen Teil davon, es ist gefühlsmäßig noch nicht einmal unterschieden davon. Wie sollte ein bisschen Welle, den Ozean ändern? Es ist noch nicht mal der Hauch einer Bewegung zu spüren.

Zum Anderen sehe ich all die Dinge, die meine Mitmenschen auch wahrnehmen. Und spüre manchmal eine Verwunderung in mir aufsteigen. Ich wundere mich über die ganzen Dinge, die ich wahrnehme.

Früher habe ich gedacht:
Ich spreche, ich lebe durch mich selbst.
Dann dachte ich:
ES spricht durch mich, ES lebt durch mich.
Und jetzt ist sogar das *mich* weg.
ES spricht durch sich selbst, ES lebt durch sich selbst.
Und wo ist ICH?
ICH ist wohl nur noch das kulturell bedingte, gewohnheitsmäßig benutzte Wort. Ich könnte es auch ganz weglassen, aber dann klappt das mit der Kommunikation nicht mehr so gut ;-)

Ich rede also, wie üblich, ganz normal mit all diesen erlernten Begriffen, merke aber, dass die Bedeutungen ihre Wertigkeit eingebüßt haben. Ich hatte früher eine andere Rhetorik drauf, weil ich selbst so involviert war in die Wichtigkeit der Worte. Sie haben mir etwas bedeutet.
Das ist heute nicht mehr so. Die Worte und ihre Bedeutungen haben sich verändert. Der persönliche Bezug ist verschwunden. Früher waren Wörter für mich Teile der Realität. Ich konnte sie benutzen um alles zu beschreiben, was ich für Realität gehalten hatte. Jetzt geht das nicht mehr, weil die Worte das, was ich heute für Realität halte ES nicht beschreiben können. Worte können DAS nicht beschreiben. Und warum auch? Warum sollte ich das beschreiben, was ist? Wohl nur, um "Kultur" zu erschaffen.

Was für eine skurile Situation...

Freitag, 18. März 2011

Blitz-Heilung die zweite...

Ich hatte mich erneut mit einem Virus infiziert...
Es begann mit leichten Kälteschauern beim Spazierengehen und einem Schnupfen. Mir lief ein paar Stunden lang die Nase und dann bekam ich Kopschmerzen und Ziehen im Nacken. Ein innerer Druck im Körper, speziell im Kopf ließ mich Aufmerksamkeit auf diese Stellen im Körper legen, obwohl ich diese Fokussierung der Aufmerksamkeit als merkwürdig empfand, weil ich die "normale" Realität, wie an anderer Stelle hier im Blog beschrieben, nicht als getrennt vom absoluten, unendlichen Sein erfahre und empfinde, sondern als völlig darin aufgelöst, wie unsichtbar, durchsichtig, durchschimmernd, nicht davon unterschieden oder unterscheidbar.
So erschien es mir komisch, meine ganze Aufmerksamkeit auf diesen einen Punkt des Seins zu legen, aber nach ein paar Versuchen gelang es mir, mich darauf zu konzentrieren.
Wie sich nach kurzer Zeit zeigte, war das sehr gut.
Ich sah das Kind, das ich einmal war in meinem mentalen Raum auftauchen und merkte, dass es Liebe von der Mutter haben wollte, nur von der Mutter!
Mein Angebot ihm meine Liebe zu geben, lehnte das Kind ab.
Ich ließ also zu, dass die Mutter auftauchen darf, was auch sofort geschah.
Ich sah, wie der "Geist" der Mutter sich dem Kind näherte und es in den Arm nahm, genau so, wie es das Kind forderte. Das Kind entspannte sich in sein gewohntes Wohlbefinden hinein.
Sofort verschwand mein Kopfschmerz und alle anderen körperlichen Symptome. Das Bild vom Kind und der Mutter erlosch in mir und ich war wieder vollständig gesund.
Interessant finde ich dabei, dass die Mutter längst verstorben ist und das innere Kind schon vor langer Zeit von mir durch intensive emotionale Arbeit reintegriert worden war. Kind und Mutter hatten sich offensichtlich noch etwas zu sagen. Für mich war das eine neue Erfahrung, die ich im Zusammenhang mit körperlicher Heilung noch nicht erlebt hatte. Wieso das so effektiv gewirkt hat, habe ich noch nicht verstanden. Da gibt es also noch Forschungsbedarf ;-)
Insgesamt ein weiteres beeindruckendes Beispiel von Heilung und Gesundheit des Lebens im Sein.

Freitag, 11. März 2011

Reines Sein ist die beste Medizin

Ein- oder zweimal im Jahr erwischt einen eine Erkältung, wenn man in einer Großstadt lebt und viel Kontakt mit Menschen hat. Man wird angenießt und angehustet. Da kann man sich so gut wie nicht vor schützen. Wenn es einen dann erwischt hat, dauert das Ganze ein paar Tage, vielleicht auch eine Woche, und dann hat das Immunsystem die Krankheit im Griff. Das kennt jeder so oder ähnlich.
Vor ein paar Tagen bekam ich so eine Hustenladung von einer deutlich kranken Mitarbeiterin ab und steckte mich an.
Als ich zu Hause war, merkte ich, wie es im Hals rumorte und sich meine Aufmerksamkeit damit beschäftigte.
Nach wenigen Sekunden spürte ich, wie meine Zellen im Körper miteinander in Kontakt traten, und zwar alle miteinander! Ich merkte, wie sie ein Netzwerk untereinander bildeten, und ein intensives Gefühl von Verbundenheit und Einssein entstand.
Vom Kopf aus bildete sich eine sehr subtile Energie, die langsam und sehr invasiv in den Körper eindrang und an den infizierten Stellen etwas haltmachte. Es fühlte sich an, als wenn man langsam trockenen Zwieback zwischen den Fingern zerbröselt und zerreibt.
Der ganze Körper wurde auf einer extrem feinstofflichen Ebene durchdrungen von dieser intensiven Energie und im selben Moment geheilt. Eine Hitzewelle wanderte noch durch den Körper, dann entstand ein großes Wohlbefinden als Zeichen, dass wieder alles OK ist.
Diese sehr intensive Erfahrung dauerte nur wenige Minuten, dann waren die Krankheitssymptome vollständig verschwunden.

Das ist körperliche Gesundheit im Zustand des SEINS. Das System weiß offenbar selbst am Besten, wie es sich gesund erhalten kann, und wie es sich schnellstmöglichst heilt, wenn es lädiert ist.

Freitag, 4. März 2011

Sein und Gott

Eine neuer Zustand breitet sich in mir aus.
Ich schaue in Allem nur noch reines Sein. Persönlicher ausgedrückt könnte ich auch sagen, ich schaue in Allem in das Antlitz Gottes.
Dieser Zustand ist wirklich bemerkenswert, weil alles das, was mich als Realität umgibt, was Realität ist, sich als Ausdruck des Einen zeigt. Es gibt da nichts außer IHM, außer DAS.
Aus einer persönlichen Perspektive heraus betrachtet ist ES GOTT. Aus einer objektiveren Perspektive heraus, ist es einfach reines SEIN, das sich in all den Formen der Realität manifestiert.
Ich merke, wie dieser Zustand auch von meinem Gefühlsraum Besitz ergreift und auch meinen Körper verändert.

Sonntag, 27. Februar 2011

Der Verstand in der Einheit

Ich wundere mich immer noch kurz, wenn ich merke, dass ich all das, was ich als Realität sehe, nicht als so real empfinde, wie früher.

Jeder kennt diese Momente der Tagträume, wo man mit Menschen zusammensitzt, und den Worten lauscht, ohne sich mit den Inhalten richtig verbunden zu fühlen. Man träumt so vor sich hin und irgendwann steigt man wieder in die Unterhaltung ein. So ähnlich fühlt sich das an.

Alles, was ich erlebe fühlt sich so an. Ich bin mitten drin und doch nicht dabei. Wenn ich das merke, frage ich mich manchmal, was das eigentlich ist, was ich da erlebe und tue? Ist das Leben nur ein Traum? Ist es nur ein Film, den ich sehe, den ich mir selbst erschaffe und ihn dabei gleichzeitig anschaue? Ist das eine Art kosmische Beschäftigungstherapie? Beschäftige ich mich den ganzen Tag nur mit mir selbst? Denn so fühlt es sich an, wenn ich genauer hinschaue. Ich beschäftige mich mit mir selbst und nehme mich selbst wahr.
Und wo sind die Anderen? Die Welt? Die Realität? Wo ist das alles, wenn ich das alles bin? Wo sind die Unterschiede, wenn die Einheit alles umschließt, alles ist? Was bleibt dann noch?
Ich spüre in die Dinge hinein, in die anderen Menschen usw. und merke dann, dass da nichts ist außer dem, was ich auch bin.

Ich bin DAS und Du bist DAS und all dies ist DAS...

Das Sein sieht sich selbst im Anderen und in Allem, und immer mehr taucht das Gefühl in mir auf, dass das nicht nur so ist, wenn ich es wahrnehme, sondern ständig, auch wenn ich nicht daran denke und meine Aufmerksamkeit darauf lege. Ich bin ständig DAS und nichts ist außerhalb dieser Einheit, und nichts und niemand war jemals außerhalb oder wird es sein können.

Es wird wohl so sein, dass mich diese Erfahrung immer weiter verändert. Aber wer ist das Ich, dass da verändert wird? Da ist ja nichts mehr, und trotzdem denke ich in diesen Bildern von Ich und Du und der Welt. Ist das nur eine Gewohnheit?

Der Verstand hat Spaß bei dem Versuch das Unbegreifliche zu verstehen. Er versucht es immer wieder, scheitert dabei aber und wiederholt dieses Spiel und freut sich über jeden neuen Versuch das Unfassbare mit immer neuen Bildern und Worten zu umfassen.

Und ich verliere dabei immer mehr die Idee, dass da draußen etwas anderes sein könnte, als DAS. Erst wenn ich mich daran erinnere, fallen mir die Unterscheidungen wieder auf, die ich ganz selbstverständlich lebe und bin.

Ich bin das EINE, und ich bin die Vielfalt in dem EINEN. Und die Vielfalt ist einfach nur das EINE. Immer mehr verschwindet die Idee in mir, dass die Vielfalt etwas anderes sein könnte, als das EINE. Eine Verschmelzung hat stattgefunden, die Vielfalt hat begonnen sich in der Einheit aufzulösen. Die Dinge, die Menschen, alles, verliert immer mehr die Qualität der Individualität, des Besonderen, des Einzigartigen.
Es ist, als wenn die Unendlichkeit durch alles Manifestierte hindurchschimmert und es dadurch die Qualität des Unendlichen annimmt. Und immer mehr wird mir klar, dass das Manifestierte nur eine Ausdrucksform des Unmanifestierten ist und nie was anderes war und sein wird. Es ist das äußerste Ende der einen Seite des Unmanifestierten und immer mehr sehe ich, dass es da gar keine zwei Seiten gibt, sondern alles nur Sein ist, das Unmanifestierte genau so, wie das Manifestierte. Auch diese Unterscheidung verschwindet.

Es ist ein großes Wunder des Lebens.

Eine Sache der Einheit

Das Gefühl der Einheit mit allen Menschen, die mich umgeben, denen ich tagüber begegne und an die ich denke, hat sich im Laufe von Jahren schrittweise immmer mehr in mir entwickelt.
Neulich erweiterte sich diese Erfahrung plötzlich.
Auch ohne das ich Aufmerksamkeit auf einen Menschen legte, stellte sich dieses Gefühl ein, dass ich mit allen Menschen verbunden bin.
Ich spürte die Intentionen aller Menschen gleichzeitig.
Dieses riesige Gefühl kam wie in einer Wellenbewegung über mich, es durchdrang meine gesamte Wahrnehmung und ist seit der Zeit Teil meines Seins.
Im Kopf nahm ich gleichzeitig eine sanfte Energie wahr, die mein gesamtes Gehirn wie ein Rieseln durchströmte, und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass meine ganzes Gehirn gleichzeitig aktiv ist. Alle Nervenzellen wurden ein wenig aktiv, um diese Erfahrung zu ermöglichen.
Es fühlte sich wie ein neuer Bewusstseinszustand an.
Solche transformierenden Erfahrungen scheinen mir die wahren Ursachen für Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Altruismus zu sein. Man kann dann einfach nicht anders ;-)