Samstag, 26. Februar 2011
Die Unendlichkeit findet sich selbst
Alles ist einfach nur Unendlichkeit. . .
Ok. . .
Montag, 14. Februar 2011
StillSitzen
Wenn ich aktiv bin, taucht alles wieder auf, die Empfindungen des Körpers, die Gefühle, die Gedanken, aber der Raum, der ich bin, verschwindet nicht.
Sonntag, 6. Februar 2011
Erleuchtung und das Über-Ich
Neulich wachte ich auf, und merkte wie mein Über-Ich sich auflöste. Ich sah, wie in einem Film, all die Menschen, die wichtig in meinem Leben waren und die mit ihnen verbundenen Werte, die ich von ihnen übernommen hatte. Ich sah, wie mein Über-Ich mein Leben lang wie ein Filter gewirkt hatte in mir. Alle Entscheidungen, die ich zu treffen hatte, mussten erst diesen moralischen Wertefilter durchlaufen. Je älter ich war, desto umfangreicher war der Filter. Ich sah wie lange es dauerte, bis ich mich entscheiden konnte, weil alles in mir wie in Zeitlupe ablief.
Dann sah ich, wie all die Menschen, die für mich wichtig waren und mich mit ihren Wertvorstellungen geprägt hatten, sich schrittweise auflösten und der Filter immer weiter verschwand. Übrig blieb die Leere, die Unendlichkeit, die große Ruhe.
Das kenne ich ja schon.
Es lebt sich gut so ohne Über-Ich. Leichter, weiter, weniger schwer und belastet.
An der Idee des Ichs hängt wirklich erstaunlich viel Ballast. Ich bin gespannt, was noch alles so kommt.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Die Entscheidung zum Selbst
Menschen, die mit der Ganzheit ihres Selbstes in Berührung kommen, haben ein Zeitfenster von einigen Sekunden, wo sie sich dafür oder dagegen entscheiden können.
Entscheiden sie sich dafür, ändert sich ihr Leben, entscheiden sie sich dagegen, bleibt alles beim Alten.
Es ist ein Zeitspanne, die gefühlt nur einige Sekunden dauert, der Moment der Wahrheit, wo sich entscheidet, ob das Selbst zugelassen wird, oder wieder in der Versenkung verschwindet.
Eine interessante, spannende Beobachtung.
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen diese Erfahrung trauen.
Mittwoch, 19. Januar 2011
Erleuchtung und Wünsche
Früher hatte ich viele Wünsche, weil ich unzufrieden war und das dringende Bedürfnis nach Veränderung verspürt habe.
Jetzt, im Zustand der Unendlichkeit gibt es keinen Wunsch mehr mit solch einem Antrieb. Unzufriedenheit, Mangel, Gier gibt es nicht mehr als Motivation.
Da ich vom Gefühl her alles bin, gibt es nichts mehr, was ich dieser Ganzheit hinzufügen könnte. Ich bin wunschlos glücklich. Ganz einfach.
Aber es ist anders, als ich es mir früher vorgestelllt hatte. Wünsche, die ich jetzt habe, sind nicht aus Mangel oder Not geboren, weil es das nicht mehr gibt. Vielleicht passt der Begriff Wunsch damit nicht mehr?
ES handelt einfach durch mich. Hat ES Wünsche? Ja, hat es...
Bewusstheit im Wachen und Schlafen
Die Antwort hat mich selbst überrascht, denn ich habe keinen gefunden.
Alles ist genau so wie im Schlaf.
Ich bin DAS und DAS ist Alles.
Irgendwie passt diese Beschreibung am Besten.
Die Lust am Handeln taucht auf, die Lust über die Sinne wahrzunehmen auch, wird aber nicht als etwas Anderes empfunden, als das, was im Schlaf schon da war an Wahrnehmung. Wachen, Träumen und Schlafen unterscheiden sich nicht mehr. Die Unendlichkeit drückt sich in allem gleich aus.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Leben in der Fülle des Seins
Immer mehr erscheint das Ego nur noch als ein Hauch, ein Rest von Ahnung in der unendlichen Fülle, der Ganzheit der Existenz, eine Erinnerung an frühere Zeiten.
Der innere Umbau geht jeden Tag weiter. Ich beobachte das mit Interesse, bin manchmal erfreut und überrascht, wenn etwas Neues auftaucht, eine neue Wahrnehmung, eine neue Erkenntnis.
Heute bemerkte ich, welche Bewegungen in mir enstehen, wenn ich auf alte Bekannte, auf Freunde treffe und mich intensiv mit ihnen unterhalte, Probleme diskutiere und Lösungen zu finden versuche.
Wenn ich anderen Menschen begegne, spüre ich in mir die Gewohnheit, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise innerlich auf sie reagiere. Ich merke, dass ich etwas von ihnen will, dass ich eine bestimmte Vorstellung davon habe, wie sie sein sollten und dass ich es auch gern hätte, dass sie so sind.
Dann merke ich, dass da nicht wirklich jemand ist, der diese Gewohnheit hat. Ich kann niemanden identifizieren, der das wirklich will. Ich beobachte mich dabei, wie ich diesen inneren Strömungen zuschaue.
Sie kommen und sie gehen wieder, und ich weiß, dass sie vor nicht langer Zeit das waren, was mich ausgemacht hat, was ich als ICH bezeichnet habe. All diese Wünsche, diese Antriebe, diese Vorstellungen, die mich zum Handeln angetrieben haben.
Sie schwirren wie ein heimatloser Geist durch meinen Innenraum, nur eine wohlbekannte Idee aus alten Zeiten.
Maya, Einbildung sagen die Inder. Ich habe mich früher immer gefragt, wie die Inder die Realität als Maya bezeichnen können. Als Täuschung.
Für mich war die Realität alles, was ich hatte und für die Menschen, die ich kenne auch.
Wie sollte das alles Maya sein?
Jetzt verstehe ich das besser.
Wenn ich andere Menschen treffe und mit ihnen rede, merke ich in mir, dass ich bestimmte Vorstellungen von diesen Menschen habe. Ich wünsche mir etwas von ihnen, möchte, dass sie sich in einer mir genehmen Art und Weise verhalten usw. Das war früher auch schon so. Da hat sich nichts geändert.
Neu in mir ist die Wahrnehmung, dass ich das Gefühl habe, dass nichts geändert werden muss oder kann. Alles ist so wie es ist. Es ist kein richtig oder falsch dabei, sondern nur das Gefühl von OK. Es ist absolut richtig so, wie es ist. Es ist keine Idee da, das da irgendwas irgendwie anders sein sollte.
Es laufen also 2 Filme gleichzeitig ab. Der eine Film läuft in dem Anderen.
ich habe das Gefühl, dass sich nichts mehr ändert, selbst wenn ich mir wünsche, dass es sich ändern soll und es dann auch eintritt. Ich empfinde das nicht mehr als Änderung. Es ist wie ein Hauch in dem Gefühl des Unveränderlichen.
Das Unveränderliche fließt in die veränderbare Späre des Lebens ein. Als würden die Spielregeln in einem laufenden Spiel ganz sanft geändert werden. Das Spiel läut weiter, ständig ändert sich etwas, aber es ist kein Gefühl mehr da von Veränderung. Es fühlt sich an, als hätte sich nichts verändert.
Früher war es mir sehr wichtig zu fühlen, dass sich etwas verändert, weiterentwickelt, meinen Plänen entsprechend läuft. Ich trete auch heute noch vehement für meine Ideen ein, für meine Ziele usw. Aber ich habe nicht mehr das Gefühl, dass sich etwas verändert. Es ist nur eine andere Wahrnehmung, es ist vom Gefühl her keine Änderung der Realität.
Und das ist das Neue, das sich bestimmt komisch anhört.
Die Veränderung ist eine Qualität, ein Merkmal des Unveränderlichen geworden. Ein Ausdruck des Unveränderlichen. Eine Form.
Früher war es die einzige Realität, die ich hatte und die ich kannte. An der ich mich festgehalten habe, an der ich mein ganzes Leben ausgerichtet habe.
Das hat sich jetzt offensichtlich geändert.